DGUV Unfallzahlen 2025

DGUV Unfallstatistik 2025

Die neue DGUV-Unfallstatistik ist online. Wir zeigen die Trends und Settings. Weniger meldepflichtige Arbeitsunfälle, mehr Wegeunfälle und ein leichter Rückgang bei den neuen Unfallrenten, während die Zahl tödlicher Unfälle insgesamt wieder gestiegen ist.

DGUV: Vorläufige Unfallzahlen 2025 zeigen gemischtes Bild

Die aktuellen vorläufigen Unfallzahlen der DGUV für 2025 zeichnen ein differenziertes Bild: Insgesamt gingen die meldepflichtigen Unfälle in der Allgemeinen Unfallversicherung von 928.143 auf 905.738 zurück, also um 22.405 Fälle beziehungsweise 2,4 Prozent. Gleichzeitig stiegen die tödlichen Unfälle von 560 auf 580, ein Plus von 20 Fällen oder 3,6 Prozent.

Besonders auffällig ist die Entwicklung bei den Arbeits- und Wegeunfällen. Arbeitsunfälle sanken deutlich von 754.660 auf 730.598, was einem Rückgang um 24.062 Fälle oder 3,2 Prozent entspricht. Wegeunfälle legten dagegen leicht zu, von 173.483 auf 175.140 Fälle, also um 1.657 oder 1,0 Prozent.


Was die Zahlen im Detail zeigen


Bei den Arbeitsunfällen ist der Rückgang vor allem bei den gewerblichen Berufsgenossenschaften sichtbar: Dort sank die Zahl von 684.352 auf 661.414, also um 22.938 Fälle oder 3,4 Prozent. Bei den Unfallversicherungsträgern der öffentlichen Hand fiel der Rückgang mit 1,6 Prozent etwas geringer aus, von 70.308 auf 69.184 Fälle.

Anders beim Arbeitsweg: Hier verzeichnete die DGUV einen Anstieg sowohl in der gewerblichen Wirtschaft als auch bei der öffentlichen Hand. Besonders stark fiel der Zuwachs bei den Trägern der öffentlichen Hand aus, mit 25.448 auf 26.273 Wegeunfälle, also plus 825 Fälle beziehungsweise 3,2 Prozent.

Die Zahl der neuen Unfallrenten ging insgesamt leicht zurück, von 13.470 auf 13.326 Fälle, also um 144 oder 1,1 Prozent. Bei Arbeitsunfällen sank diese Zahl um 233 auf 9.690 Fälle, während Wegeunfälle bei den neuen Renten von 3.547 auf 3.636 Fälle stiegen.

Einordnung der Trends


Der Rückgang der meldepflichtigen Arbeitsunfälle ist ein positives Signal. Er spricht dafür, dass Präventionsmaßnahmen, Sicherheitsunterweisungen und betriebliche Schutzkonzepte Wirkung zeigen. Allerdings darf dieser Trend nicht darüber hinwegtäuschen, dass tödliche Wegeunfälle deutlich zugenommen haben, vor allem im Bereich der öffentlichen Hand mit einem Anstieg von 21 auf 32 Fällen.

Für die Praxis heißt das: Die klassische Arbeitssicherheit bleibt wichtig. Aber der Arbeitsweg rückt noch stärker in den Fokus. Gerade Verkehrsrisiken, Müdigkeit, Witterung und Zeitdruck sind typische Faktoren, die auf dem Weg zur Arbeit oder nach Hause zu schweren Folgen führen können.

Was Unternehmen daraus mitnehmen sollten


Unternehmen sollten ihre Präventionsarbeit nicht nur auf den Arbeitsplatz beschränken. Sie sollten auch das sichere Verhalten auf dem Arbeitsweg stärker thematisieren. Dazu gehören etwa Hinweise zu defensivem Verhalten im Straßenverkehr, zu wetterangepasstem Fahren und zu realistischen Zeitpuffern bei Arbeitsbeginn und Schichtwechseln.

Auch bei sinkenden Arbeitsunfallzahlen bleibt die absolute Größenordnung hoch: Mehr als 730.000 meldepflichtige Arbeitsunfälle in einem Jahr zeigen, dass Sicherheit im Betrieb ein dauerhaftes Kernthema bleibt. Wer Unfälle wirksam vermeiden will, braucht deshalb keine Einzelmaßnahme, sondern eine konsequente Sicherheitskultur im Alltag.

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